NPD-Ratsherr Mark Proch im Asylantenheim!
Am Mittwoch, den 22. Oktober fand in der ehemaligen Scholtz-Kaserne, die seit 1997 als zentrale Flüchtlingsunterkunft für Schleswig-Holstein herhalten muß, die öffentliche Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses der Stadt Neumünster statt. Der Ort der Sitzung wurde mit Bedacht gewählt, um den Herrschaften (geladene Gäste, Mitglieder des Sozial- und Gesundheitsausschusses und die Stadtteilbeiräte aus Gadeland und Stadtmitte) aufzuzeigen, daß es keinerlei Probleme mit den "Flüchtlingen" gebe und wie diese in der Unterkunft untergebracht und betreut werden. Als Gäste dieser Sitzung wohnten unter anderem die Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD) und die Referatsleiterin im Innenministerium Evelyn Jäger (SPD) bei. Auch der NPD-Ratsherr Mark Proch nahm, sicherlich sehr zur Freude der versammelten Asyllobbyisten, an der Sitzung teil.

Nachdem die Sitzung eröffnet wurde, erhielt die Staatssekretärin das Wort. Die Unterkunft in Neumünster soll auf ca. 850 Plätze ausgebaut werden, dazu kommen noch 500 Plätze in der Außenstelle Boostedt. Dies bedeutet, daß im Bereich Neumünster / Boostedt 1350 Plätze für "Asylanten / Flüchtlinge" geschaffen werden. Natürlich ist das nicht umsonst; Kosten in Höhe von rund 22 Millionen Euro entstehen dem Land Schleswig-Holstein. Hierfür werden in der ehemaligen Scholtz-Kaserne und in der Rantzau-Kaserne (Boostedt) Gebäude saniert und umgebaut (teilweise behindertengerecht). Hinzu kommen Räume für die Freizeitgestaltung, Sozialräume usw. Nach Aussage der Staatssekretärin soll für die "Flüchtlinge" alles Menschenmögliche getan werden, damit sie sich in unserem Lande rasch heimisch fühlen.

Bei so vielen guten Absichten für die so genannten Flüchtlinge mochte der Leiter der zentralen Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Neumünster, Ulf Döhring, nicht nachstehen. Anschaulich schilderte er die geplanten Umbauvorhaben und Erweiterungen in der Scholtz-Kaserne. Auch er versprach den Anwesenden, daß man alles tun werde, damit sich die "Flüchtlinge" rasch bei uns im Lande einleben. Es wurde wieder einmal von der "Willkommensgesellschaft" gesprochen, was immer das auch sein mag. Der anwesende Pastor Tobias von der Bonhoeffer-Gemeinde in Neumünster sprang sofort auf diesen Zug auf und pries das Café Vis-á-Vis: Dieses von der Kirche betriebene Cafe dient als Begegnungsstätte zwischen Einheimischen und "Flüchtlingen". Bei soviel Begeisterung für die "Flüchtlinge" kam eine Zwischenfrage des NPD-Ratsherrn Mark Proch an die Staatssekretärin Söller-Winkler hinsichtlich der künftigen Belegungszahlen für die Außenstelle Boostedt und der Begrenzung auf 500 Plätze natürlich nicht gut an. Kritische Fragen? Nein, die durfte es einfach nicht geben bei soviel Einstimmigkeit unter den versammelten Asyllobbyisten! Nun, eine Antwort blieb die Dame dem NPD-Mann Proch natürlich nicht schuldig. Anfangs eierte sie ein wenig herum, erklärte aber dann, es bliebe bei 500 Plätzen; was die Zukunft bringen würde, könne sie natürlich nicht sagen, da sie sich nicht an Spekulationen beteiligen wolle. Wieviel diese Aussage wert ist, mag der geneigte Leser für sich selbst entscheiden.

Diese Sitzung war abermals ein Paradebeispiel etablierter Politik, bei dem die Bürger auf der Strecke blieben. Aber letzten Endes haben die Bürger als Souverän die Verantwortung für das, was in ihrer Heimat auf politischer Ebene geschieht . Deshalb – wacht endlich auf, deutsche Männer und Frauen!




J. Lemke

01.11.2014
 
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